„Wir wollen nicht, dass in Düsseldorf die neue Akropolis gebaut wird“, ruft Lindner am Samstag. In keinem Flächenland seien die Schulden trotz Rekordsteuereinahmen in den vergangenen zwei Jahren so hoch wie in NRW ausgefallen. „Und das zeigt: Der Staat kann gar nicht so viel Geld haben, dass die Sozis damit auskommen könnten.“
Auch Westerwelle schlägt in die Schuldenkerbe: „Wir können nicht zulassen, dass in Nordrhein-Westfalen genau die Schuldenpolitik jetzt gemacht wird, die in Griechenland überwunden werden soll.“
Der designierte NRW-Parteichef Lindner setze „ohne Netz und doppelten Boden“ alles auf eine Karte und werde das Ruder rumreißen, lautet die Botschaft des FDP-Ministers. Lindner betonte, er bleibe auch nach einer Wahlniederlage Landesparteichef.
Die Liberalen legen derzeit in den Prognosen zu, was manche als „Lindner-Effekt“ werten. Lindner selbst spricht schon von „politischem Frühling“. In den verbleibenden rund 50 Tagen bis zur Wahl am 13. Mai werde die FDP eine Richtungsentscheidung in NRW mitbeeinflussen. dpa