Die Staatskanzlei reagierte damit auf einen Bericht der „Rheinischen Post“, wonach die Niederlande das Fracking ab 2015 im Grenzgebiet zulassen könnten. Das Blatt berief sich auf einen Entwurf „Strukturvision Schiefergas“ des niederländischen Wirtschaftsministeriums. In dem Papier werde von großen Schiefergasvorkommen in weiten Teilen des Landes ausgegangen. Dazu gehörten auch Teile der Provinzen Limburg, Nord-Brabant und Gelderland. Anfang 2015 wolle das niederländische Parlament entscheiden, ob es Probebohrungen und Fracking zulasse.
Bislang habe das niederländische Wirtschaftsministerium der NRW-Staatskanzlei weder konkrete Unterlagen zu seiner Planung noch eine Information zur Einleitung des Abstimmungsprozesses im Rahmen der Umweltprüfung übermittelt, teilte Breustedt mit. Erst im März hatte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) ihre ablehnende Haltung zum Fracking erneuert. Bei dieser Methode wird mit Hilfe eines Chemiecocktails unter hohem Druck Gestein in großer Tiefe aufgebrochen, damit das Gas aus Zwischenräumen entweichen kann.