Ähnliches berichtet das Magazin „Der Spiegel“. Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) soll laut „SZ“ zunächst nicht zum Kreis der Beschuldigten in dem Ermittlungsverfahren gehören. Sauerland hatte in den vergangenen Monaten jede persönliche und politische Verantwortung zurückgewiesen und einen Rücktritt abgelehnt.
Bei der Loveparade waren am 24. Juli 21 Menschen ums Leben gekommen, Hunderte zogen sich bei der Massenpanik Verletzungen zu. In den Fokus der Ermittler geriet auch der Panikforscher Michael Schreckenberg, der die Stadt Duisburg bei der Erstellung des Sicherheitskonzepts beraten sollte. Wie der „Spiegel“ berichtet, erhebt er nun schwere Vorwürfe gegen die Stadt und den Veranstalter Lopavent.
Das Magazin zitiert aus einem Schreiben von Schreckenbergs Anwalt an die Duisburger Staatsanwaltschaft, wonach man dem Wissenschaftler gezielt Informationen vorenthalten habe. Es sei offenbar nicht gewollt gewesen, die Planungen für das Techno-Event kritisch zu prüfen.
Der Verkehrsexperte der Universität Duisburg-Essen sei zu keinem Zeitpunkt wirklich in die Planungen einbezogen worden, verteidigte der Anwalt seinen Mandanten. „Zusammenfassend kann man sagen, dass Nachfragen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge nicht gewünscht waren“, zitiert der „Spiegel“.