Der 22 Jahre alte Innenverteidiger stand in den letzten zehn Minuten unfreiwillig dauerhaft im Mittelpunkt. Angefangen hatte es mit seinem kuriosen Eigentor aus 18 Metern, als sein rustikaler Abwehrversuch zur tückischen Bogenlampe geriet, die sich über den verdutzten Torwart Michael Kampmann zum 2:3 ins Netz senkte (80.). Danach hatte es Goralski noch zweimal in der Hand, den entstandenen Schaden zu reparieren. Bei seinem Kopfballversuch hätte der hinter ihm postierte Hendrik Lohmar wohl besser gestanden (86.). Kurz darauf scheiterte der inzwischen im Sturm stehende Goralski noch aus kurzer Distanz an einem Abwehrbein und Torwart Robin Brüseke (89.).
„Das passt einfach zu unserer momentanen Situation“, klagte Taskin Aksoy. Fortunas Trainer war auch mit der ersten Hälfte, in der sein Team nach Treffern von Shunya Hashimoto (8.) und Taylan Duman (28.) zwischenzeitlich sogar mit 2:0 führte, aus verständlichen Gründen nicht zufrieden. Die verspielten Gastgeber gingen mit ihrem Ballbesitz häufig viel zu leichtfertig um und ließen Ernsthaftigkeit und Konsequenz vermissen. magi
Fortuna II: Kampmann — Lucoqui, Goralski, Gül, Lippold - Duman, Naciri (49. Frese), Kinjo, Ferati (74. Berauer), Lohmar - Hashimoto (63. Bonga)
Tore: 1:0 (8.) Hashimoto, 2:0 (28.) Duman, 2:1 (43.) Choroba, 2:2 (74.) Hecker, 2:3 (80., Eigentor) Goralski