Archäologen seien bereits vor einem Jahr bei Bauarbeiten für das neue Citykirchenzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde in der Innenstadt überraschend auf die massiven Mauerreste gestoßen. Zuvor hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet.
„Zuerst dachten wir, es handele sich um die Überreste eines öffentlichen Versammlungsraumes“, sagte Trier. Doch die Mauern hätten „eigentümliche, nischenartige Gliederungen“ aufgewiesen. Erst nach intensiven Nachforschungen und Vergleichen mit anderen antiken Gebäuden etwa in Ephesus sei klar geworden, dass an dieser Stelle einst eine Bibliothek gestanden habe.
Das Gebäude mit einem Ausmaß von 20 mal 9 Metern plus einem Anbau sei vermutlich zweigeschossig gewesen. „Da lagen bestimmt mehrere Tausend Schriftrollen zum Ausleihen drin“, sagte Trier, der auch Direktor des Römisch-Germanischen Museums ist.
Die Fundamente würden nun in den Neubau des Kirchenzentrums integriert und sollen nach dem Bericht des „Kölner Stadt-Anzeigers“ später teilweise öffentlich zugänglich sein.