Schon jetzt ist der Schaden durch die Betriebsratsspaltung groß: für die IG Metall, ob sie nun, wie seitens der Hahn-Gruppe gemutmaßt wird, wirklich 200 oder doch deutlich weniger Mitglieder verloren hat. Vor allem aber für die Belegschaft von FM, deren eigene Spaltung sich durch die Fortführung in ihrer Interessenvertretung noch verfestigt. Vor diesem Hintergrund ist der verständliche Rückzug von Thomas Hahn eine Katastrophe.
Hahn ist, anders als der frühere Vorsitzende Michael Bergmann, keiner, der polarisiert und selbst gerne austeilt. Ihm war am ehesten zuzutrauen, Brücken zu bauen. Wer mit Hahn nicht auskommt, will das auch nicht. Das wirft kein gutes Licht auf die Umgangsformen im Betriebsrat. Und je länger diese Selbstzerfleischung anhält, desto größer wird das Risiko, dass der gesamte Standort darunter leidet.