Düsseldorf. Spektakulärer Unfall an der Ecke Heinrich-Heine-Allee, Bolker Straße: Eine Straßenbahn der Linie 703 rammte gestern gegen 11.50 Uhr von der Elberfelder Straße aus kommend die Fahrerseite eines Chrysler-Voyager und schob den Van vor Mauer und Geländer des U-Bahn-Aufgangs Bolker Straße.
Und das Drama geht weiter. Der Schock steht den Umstehenden ins Gesicht geschrieben während die Feuerwehr versucht die beiden jungen Frauen aus dem Wrack zu bergen. Während die Beifahrerin ansprechbar ist, wirkt die Fahrerin zunächst leblos.
Erst nachdem die Bahn unter Anweisung der Feuerwehr vorsichtig zurückgesetzt wird, können die Einsatzkräfte mit Hydraulik-Scheren das Auto öffnen und die 24-Jährige Fahrerin aus Leichlingen und die 23-Jährige Beifahrerin nach einer halben Stunde in die Klinik bringen. Beide erlitten leichte Verletzungen und einen Schock.
Die Beifahrerin konnte das Krankenhaus gestern wieder verlassen, wie der Besitzer des Wagens und Vater der Fahrerin der WZ berichtete. Der Fahrer der Bahn erlitt laut Feuerwehr ebenfalls einen Schock und leichte Prellungen. Der Sachschaden liegt bei 30 000 Euro.
"Es hat einen fürchterlichen Knall gegeben", berichtet Augenzeuge Christian Wölki, Leitstellenmitarbeiter bei der Rheinbahn. Er habe den Unfall vor dem Eingang der Polizeiwache beobachtet und gesehen, dass die Ampel für den aus Richtung Ratinger Tor kommenden Kombi rot gezeigt habe. Die Polizei wollte das gestern nicht bestätigen.
Die Heine-Allee musste für zwei Stunden bis zum Grabbeplatz und zur Trinkausstraße gesperrt werden. Die Linien 703, 706, 712 und 715 wurden für knapp anderthalb Stunden umgeleitet. Fast der gesamte Bahnverkehr in der Innenstadt war von Verspätungen betroffen.