„Sie formulieren Themen, die jeden angehen“, sagte Susanne Gaensheimer, die Direktorin der Kunstsammlung, am Freitag. Vom 21. April bis zum 12. August sind die Kunstwerke im weitläufigen Untergeschoss des Museums und im davor liegenden Park zu sehen.
Vor allem das Thema Zeit hat es Raqs angetan: So in einer Installation namens „Escapement“ mit 27 großen, silbernen Uhren, die in Form einer riesigen Welle an der Wand hängen. Auf dem Ziffernblatt stehen keine Zahlen, sondern Zustände wie Angst, Panik, Pflicht, Müdigkeit: ein Verweis auch auf die vielen, rund um die Uhr und weltweit aktiven Callcenter in Indien. Eine Videoarbeit vergrößert den Handabdruck eines bengalischen Bauern von 1858 auf einem Dokument der britischen Kolonialmacht: Übergroß projiziert, bewegen sich die Finger und zählen. dpa