„Damit kann das Unternehmen mit sofortiger Wirkung keine Stammzelltherapien mehr durchführen.“
Die Klinik stand massiv in der Kritik, seitdem im vergangenen Jahr der Tod eines Kleinkindes bekanntwurde. Dem zweieinhalbjährigen Jungen, der unter frühkindlichen Hirnschäden litt, waren zuvor körpereigene Zellen ins Gehirn gespritzt worden. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hatte wegen fahrlässiger Tötung Ermittlungen gegen die behandelnde Ärztin aufgenommen.
Auf der Internetseite des XCell-Centers ploppte am Freitag nur noch die Meldung auf, dass die Stammzelltherapie „aufgrund einer neuen Entwicklung im deutschen Recht derzeit nicht möglich“ sei. Bisher bewegte sich die Einrichtung in einer rechtlichen Grauzone.
Der Ministeriumssprecher begründete das jetzige Aus für die Therapie mit einer Übergangsphase, die nun zu Ende sei. Das für biomedizinische Arzneimittel zuständige Paul-Ehrlich-Institut hatte erhebliche Bedenken gegen die Methode der Klinik angemeldet. Die Therapie habe schädliche Wirkungen, „die über ein nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft vertretbares Maß erheblich hinausgehen“, hieß es in einer Institutsmitteilung vom Herbst.