Kanalstraße: FDP will eine Spur für Radfahrer einrichten lassen

Partei hat sich bei der Klausurtagung mit den Etatberatungen befasst.

Kanalstraße: FDP will eine Spur für Radfahrer einrichten lassen
Foto: woi

Neuss. Die FDP-Fraktion rührt wieder an dem Thema Straßenbahn im Hauptstraßenzug. Man könne sich vorstellen, berichtet der FDP-Fraktionsvorsitzende Manfred Bodewig im Anschluss an eine Klausurtagung, die Schienen zu entfernen und „gegen einen ausgewiesenen Radweg auszutauschen“. Sein Vorbild hat diese Idee in den jüngst öffentlich gewordenen Plänen der Stadt Düsseldorf zur Umgestaltung der Schadowstraße. Ein solcher Schritt würde aus Bodewigs Sicht das Verweilen in der Innenstadt angenehmer gestalten und dem Einzelhandel neue Chancen eröffnen.

Beim Ratsbürgerentscheid, bei dem im Mai 2007 die Bürger über den Verbleib der Straßenbahn im Hauptstraßenzug abstimmen durften, stand die FDP auf der Seite der Straßenbahngegner. Nun ist die Diskussion über die Einrichtung von Fahrradstraßen für sie ein Anlass, sich neu mit dem Thema zu befassen. Zu einer solchen soll die Kanalstraße gemacht werden, die gestern Abend im Planungsausschuss Thema war. Die geplanten Änderungen werden von der FDP kritisch gesehen. Sie stemmt sich gegen eine übereilte Umsetzung und will den individuellen Pkw-Verkehr nicht mehr als zwingend notwendig reduzieret sehen. Das Thema bedürfe noch ausführlicher Diskussionen, und Bedarfsermittlungen, sagt Bodewig.

Mit Blick auf die bald anstehenden Haushaltsplanberatungen stellen die Liberalen fest, dass ohne strukturelle Einsparungen — beim Personal, den Ausgaben aber auch den Funktionen — und ein „optimiertes Flächenmanagement“ zu keinen signifikanten Verbesserungen kommen wird. In diesem Zusammenhang wiederholt Bodewig einmal mehr seine Überzeugung, dass der Verkauf aller verbliebenen Flächen im Hammfeld II an den Berliner Möbelhaus-Investor Kurt Krieger zügig erfolgen müsse. Die Blockadepolitik der Grünen und die Tatenlosigkeit der CDU könnten nicht länger akzeptiert werden. „Der wirtschaftliche Schaden für die Stadt“, sagt Bodewig, „geht zulasten dieser Koalition“. -nau