Erst etwas zögerlich zeigte das Publikum wie beste Stimmung aussieht. Florian D. Schulz, Vorsitzender der offenen Bühnen Bergisch Land und Rheinland, drückte mit seiner Moderation so richtig auf die Spaßtube. Urkomisch grübelte Marcel Exner über die Karrierechancen nach einem Abschluss in Anglistik und Soziologie. „Fährt man dann Taxi oder wird man Komiker?“
Rein in die Philosophie hieß es für den Wuppertaler Komiker Jörg Degenkolb Degerli der als „Vorleseonkel“ amüsant über das Leben und den Tod oder über Diätkuren in Illustrierten sinnierte: Ein Gefühl aus Hunger und Müdigkeit beim Joggen und wo „Eingeborene mit Schamhaarfrisur und Hund Wölfchen“ die Bewältigung der Erdkrümmung verkomplizieren, steigerte Degenkolb Degerli zum bissig, witzigen Gruselkabinett.
Dem nicht genug, spöttelte Jan Preuss zu „Messen, Aussuchen, Kaufen“ über empfängnisverhütenden Produkte der Bundeszentrale für Gesundheit. Trasch-Comedian Torsten Schlosser als öko- alternative Meckertasche mit Niveau scherzte bei „stillem Protest mit Durchschlagskraft“ bitterböse, aber urkomisch über Biologie, Energie, Sozialkritik und Datenschutz. Dass Mimik und Gestik und der richtige Witz an bestimmten Stellen den Saal zum Schreien bringen zeigte Chris Tall, bekannt als Gewinner des RTL Comedy Grand Prix 2013.
Der schrecklich bösen Realität ins Auge blickend und vor Lachen den Tränen nahe steigerte Christoph Köhler mit selbstironischen Nummern aus der Zauberkiste bei Magie und Klamauk noch den Wahnsinn für die angehenden Akademiker. lie