Wuppertal. Sollten Sie am kommenden Samstag zwischen 12 und 17 Uhr durch die Elberfelder City wandeln und dort auf einen jungen Menschen treffen, der Gedichte deklamiert — nicht wundern. Die Aktion am 3. August soll nur ein Appetithappen sein — ein Werbeauftritt für das Multimedia-Happening „Lytropolis“, das genau eine Woche nach der Innenstadt-Lesung im Mirker Bahnhof über die Bühne gehen wird.
Initiator von Lytropolis ist der Wuppertaler Hank Zerbolesch — Autor, Poetry-Slammer und Kolumnist mit Wohnsitz in der Nordstadt. Er wird mit sieben weiteren Bühnenliteraten — darunter die Wuppertaler Christian Surrey und André Poloczek — am 10. August auf der Bühne im Mirker Bahnhof stehen, „Die Veranstaltung versucht, Literatur und Lyrik zu entstauben und sie interessanter zu machen“, erklärt Zerbolesch seinen Plan.
Und das läuft so: Er und die anderen Künstler tragen Gedichte vor, die mit Fotostrecken oder Illustrationen untermalt werden. Neben Live-Hörspielen gibt es eine Ausstellung, eine Lyrikbox — dort werden Gedichte vorgetragen und gefilmt. „Die Gedichte sind ganz unterschiedlich — gereimt, ungereimt, modern oder auch politisch“, erklärt Zerbolesch. Der Höhepunkt der Aktion aus seiner Sicht: Eine Lichtinstallation von Designer Dominik Stingl. „Die wird den Mirker Bahnhof in eine Diskothek verwandeln wird“, verrät Zerbolesch.
“ Lytropolis ist in der Utopiastadt im Mirker Bahnhof, Mirker Straße 48, zu sehen. Die Ausstellung beginnt um 12 Uhr, das Live- Programm um 19 Uhr. Eintritt: 3 Euro, nach 18 Uhr 5 Euro.