Wie berichtet, muss sich Runge am Dienstag vor dem Amtsgericht Düsseldorf wegen Prozessbetrugs in neun Fällen verantworten.
Hintergrund des Prozesses ist ein seit vielen Jahren schwelender Streit Runges mit einem ehemaligen Geschäftspartner über die Nutzung von Patenten. Laut Anklage hat Runge in neun Fällen vor Gericht wissentlich falsche Papiere vorgelegt. Dabei ging es um so genannte Restitutionsklagen. Mit denen wollte der WSV-Präsident und Chef der Beschlägefirma Emka - sie ist Hauptsponsor des WSV - vor dem Oberlandesgericht beziehungsweise dem Landgericht in Düsseldorf eigentlich erreichen, dass die Zivilklagen seines Ex-Geschäftspartners abgewiesen werden.
Stattdessen steht dem 69-Jährigen ein Strafprozess bevor. Runge sieht dem Verfahren gelassen entgegen: "Der WSV ist in seinem Bestand in keiner Weise gefährdet", hat er stets betont. Und sein Verteidiger Sven Thomas (Kremendahl-Verfahren, Mannesmann-Prozess) bekräftigte gestern: "Ich gehe davon aus, dass mein Mandant freigesprochen wird." Red