Alle bisherigen Prognosen, wonach die Behörde mittelfristig geschlossen werden könne, hätten sich als falsch erwiesen.
Der Bundestag hat sich darauf verständigt, dass die Stasi-Unterlagenbehörde noch mindestens bis 2019, dem 30. Jahr des Mauerfalls, bestehen bleibt. Debattiert wird die Überführung der Stasi-Unterlagen in das Bundesarchiv. „Der Bedarf an Aufarbeitung ist ungebrochen“, betonte Jahn. Als künftigen Schwerpunkt seiner Arbeit nannte der ehemalige DDR-Bürgerrechtler den „Alltag in der Diktatur“.
Jahn war Mitte März zum neuen Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen ernannt worden. Er ist nach Joachim Gauck und Marianne Birthler dritter Leiter der Behörde mit rund 1600 Mitarbeitern.