Über Twitter sprach der SPD-Politiker den an der Recherche beteiligten Sendern NDR und WDR sowie der „Süddeutschen Zeitung“ seinen Dank aus. In Anlehnung an ein bekanntes Zitat von US-Präsident Barack Obama schrieb Borjans auf Englisch: „Investigative journalists show: Yes, we can! Still a long way.“
Zuvor hatten Medien aus Dutzenden Ländern unter dem Schlagwort „Panamapapers“ über ein riesiges Datenleck bei einem Verwalter von Briefkastenfirmen in Panama berichtet. Zu den Profiteuren der Offshore-Dienste zählen demnach zwölf frühere und amtierende Staats- und Regierungschefs und 128 weitere Politiker, aber auch internationale Finanzinstitute, darunter deutsche Banken oder ihre Töchter.
Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte in den vergangenen Jahren mehrere CDs mit Datensätzen mutmaßlicher Steuersünder aufgekauft. Laut Finanzminister Walter-Borjans zeigen diese unter anderem, dass Bürger zahlreicher EU-Länder Milliarden in der Schweiz untergebracht haben. Tausende Datensätze wurden alleine an die griechische Finanzverwaltung übermittelt. Nach Informationen der griechischen Presse wurden daraufhin mehrere schwerwiegende Fälle aufgedeckt.