Die Diskussion darüber, was Senioren noch alleine bewältigen können und was nicht, führt schnell auf dünnes Eis. In einer solchen Situation hilft es, eine Familienkonferenz einzuberufen - und wenn möglich, den Enkeln das Wort zu übergeben. „Manche Dinge kommen durch die Enkel besser an“, sagt Gerlinde Strunk-Richter vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA). Sie werden weniger als Bedrohung empfunden als der eigene Sohn oder die Tochter.
Fällt diese Möglichkeit weg, sollten sich Kinder vor einem Gespräch über heikle Themen kurz in die Perspektive ihrer Eltern versetzen: „Wie würde ich mich fühlen, wenn mir bestimmte Fähigkeiten abgesprochen werden? Würde ich mir alles vorschreiben lassen wollen?“ Dieser kurze Wechsel des Blickwinkels helfe dabei, nicht gleich loszupreschen und die richtigen Worte zu wählen.