Bei dem Bemühen um einen Sitzplatz müssen sich Senioren manchmal ein Herz fassen. Bevor sie passiv bleiben und einfach nur frustriert abwarten, sollten sie die Sache selbst in die Hand nehmen: „Gut ist, wenn man sich und anderen seine Hilfsbedürftigkeit eingesteht“, sagt Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (kda). Das sei zwar nicht immer angenehm, mache aber frei. Zum Beispiel könnten Ältere sagen: „Entschuldigen Sie bitte, dürfte ich mich da hinsetzen, ich kann nicht mehr so lange stehen.“
Wird nichts gesagt, bleibt die Situation unklar und keiner fühlt sich zuständig. „Außerdem hemmt man sich selbst, wenn man immer nur darauf wartet, dass einem jemand etwas anbietet“, erklärt Sowinski. Es gebe außerdem keinen Grund, sich von vornherein zu denken: „Mir hilft keiner.“ In den meisten Fällen würde sich keiner verwehren, wenn er darum gebeten wird, seinen Sitzplatz abzugeben.