Sein Fehlen im Sonntagspiel bei Greuther Fürth (13.30 Uhr) fällt allerdings am meisten dadurch ins Gewicht, dass Appelkamp der klar beste Standardschütze Fortunas ist.
Die meisten seiner Vorlagen gehen nicht erst seit dieser Spielzeit auf das Konto seiner Eckbälle und Freistöße, was seinen Klub auf diesem Sektor in die absolute Ligaspitze gebracht hat. Auch in Fürth kann es wieder auf diese Stärke ankommen – aber wie soll das ohne den gebürtigen Tokioter gehen? Fortunas Trainer möchte da gar kein großes Fass aufmachen. Sicher bringe Appelkamp bei Standards große Qualität ein, die aktuell fehle – „aber Felix Klaus ist ebenfalls ein guter Standardschütze“, versichert Daniel Thioune.
„Isak Johannesson kann das auch“, ergänzt der 49-Jährige. „So können wir beide Seiten mit beiden Füßen bedienen. Wir werden in den letzten Einheiten vor dem Spiel wieder einen großen Schwerpunkt auf Standards legen. Shinta fehlt uns, gerade bei Standards, wir waren damit erfolgreich. Aber das schaffen wir mit den anderen Jungs auch.“
Zumal, da einer „der anderen Jungs“ nach dreimonatiger Abstinenz zurück in der Startelf ist. „Marcel Sobottka wird unser Kapitän sein“, macht Thioune klar. „Ich hoffe, dass er uns das gibt, was er uns in all den Monaten gegeben hat, seitdem ich hier bin. Aber auch in all den Jahren davor. Dass er einfach wieder das Regulativ zwischen Offensive und Defensive ist. Es muss wieder unser Anspruch sein, mehr Kompaktheit an den Tag zu legen.“
In der Tat: In den zurückliegenden vier Pflichtspielen hat Fortuna zwar überragende 15 Treffer erzielt – aber auch zehn Gegentore eingesteckt. Zu viel für einen Klub, der ganz oben mitmischen möchte.