Burak Kaplan führte die Mannschaft als Kapitän aufs Feld (WZ berichtete).
Doch trotz einer fast typisch guten Anfangsphase gerieten die Gastgeber schnell in Rückstand. Maouel tauchte vollkommen frei vor Udegbe auf und netzte kraftvoll zum 0:1 ein (14.). Der KFC wirkte nach dem Gegentreffer wie gelähmt, es kam kaum ein Aufbauspiel zustande. In der Rückwärtsbewegung offenbarte der Abstiegskandidat enorme taktische und läuferische Defizite.

KFC kassiert 0:4-Heimpleite gegen Siegen
Die Mannschaft knüpfte an die schlechte Schlussphase gegen den Bochumer Nachwuchs an. Hettich (23.) und Dej (25.) hatten keine Probleme auf 3:0 zu erhöhen. Albayrak reagierte und brachte Güngör Kaya für den schwachen Schulz.
Die Partie plätscherte danach so vor sich hin, ohne das ein Aufbäumen der Blau-Roten spürbar gewesen wäre. Die Gäste verpassten es sogar, die Führung noch weiter auszubauen. Es drohte ein Debakel wie in der Hinrunde gegen die Sportfreunde Lotte (0:7). Und pünktlich mit dem Pausenpfiff traf Weber per Kopf sogar zum 0:4. Das bekannte „Absteiger, Absteiger“ hallte aus dem Fanblock des KFC zur Halbzeit.
Der zweite Durchgang begann mit Ioannis Alexiou für Kosi Saka. Norman Jakubowski rückte dafür auf die Rechtsverteidigerposition. Am Spiel änderte sich schlichtweg nichts. Die Gäste ließen Ball und Gegner laufen , Maouel verpasste mit einem Lupfer das 0:5 (54.). Ein Verzweiflungsschuss von Schattner war die erste Offensivaktion des KFC seit der Anfangsphase (57.). Die Hausherren waren jetzt besser im Spiel, weil die Gäste die Sonne genossen und zwei Gänge runterschalteten. Da durfte dann auch Kaplan mal aus der Distanz sein Glück versuchen, scheiterte aber an Gäste-Schlussmann Rauhut (67.).
Die Partie wurde für die Gäste zur Trainingspartie in den verbleibenden Minuten. Und für den KFC zur Gewissheit, dass der Trainerwechsel wohl bereits nach einer Halbzeit verpufft ist.