„Auch wenn die Enttäuschung direkt nach der Partie groß ist: Auf diese Leistung können wir sehr stolz sein“, betonte Trainer Dhnesch Kubendrarajah. Es war dramatisch, was sich in der Crunchtime abspielte: Kita Waller verwandelte einen Dreier zum 56:58, kurz darauf fing Carla Hermann einen Pass ab und Anja Fuchs-Robetin markierte trotz größter Bedrängnis cool den Ausgleich. Danach blieben die Düsseldorferinnen in der Defensive höchst konzentriert. Lade Adepoju bearbeitete die Marburger Aufbauspielerin derart, dass diese einfach nicht vorbeikam und die Shot-Clock ablief. Da allerdings die Sirene kaputt war, folgte in diesem Fall der Pfiff vom Kampfgericht. Das irritierte kurzzeitig. Jetzt blieben nur noch zwei Sekunden. Adepoju schnappte sich den Ball, zündete den Turbo und wollte mit einem Korbleger den sicheren Treffer erzielen.
Doch kurz hinter der Dreipunkt-Linie ertönte bereits der Abpfiff. „Einen Korbleger hätte Lade zeitlich nicht mehr geschafft. Aber vor ihr war niemand. Theoretisch hätte sie aus zwei Metern ungestört werfen können“, erklärte der Trainer und betonte zugleich: „Kein Vorwurf an Lade! Wir haben vorher einige große Chancen nicht genutzt.“
In der Verlängerung blieben die Bascats bis zum 64:65 dran, doch ein Dreier des Gegners und zwei abgefangene Pässe in der Offensive sorgten für die Entscheidung. „Meine Mädels haben intelligent gespielt und richtige Lösungen gefunden. Wir haben verschiedene Verteidigungsvarianten probiert, um den Gegner, der erst ein Saisonspiel absolviert hat, aus dem Rhythmus zu bringen. Das hat gut geklappt“, lobte der Coach. „Vorne hat Iva Banozic als Aufbauspielerin einen guten Job gemacht, die richtige Balance gefunden.“ Körperlich war der Bundesligist zwar überlegen, aber die Düsseldorferinnen konnten dagegenhalten.