Das würde bedeuten, dass die angebliche Drohung der angezeigten Betriebsräte tatsächlich eine gewesen sein könnte.
Jedoch: Die Betroffenen haben einen unverdächtigen Kronzeugen. Verdi-Mann Özay Tarim steht nicht im Verdacht unehrenhafter Motive. Ob er sich womöglich hat instrumentalisieren lassen — auch das wird ein Gericht feststellen müssen. Eines ist aber jetzt schon klar: Der Rheinbahn kann der Streit nicht gefallen. Denn er offenbart einen Fehler im System: Das Unternehmen lagert Leistungen aus, weil man sie extern billiger einkaufen kann — dies aber um den Preis, dass manche Standards eben nicht so hoch sind wie bei der Rheinbahn selbst. Dort klopft man sich für gelungene Mitbestimmung gern gegenseitig auf die Schulter.