Ergebnislos. Es kam nie zu einer Einigung mit der Hafenindustrie, die Stadt schuf nie Baurecht für die 120 Wohnungen. Jetzt also nimmt Frankonia-Chef Uwe Schmitz einen neuen Anlauf im Hafen: Es bleibt bei zwei gut 60 Meter hohen Wohntürmen, doch jetzt sollen dort je 200 Appartements unterkommen. Die Rahmenbedingungen umschreibt der Frankonia-Chef so: Die Appartements sollen teilmöbliert, 40 bis 50 Quadratmeter groß sein, Zielgruppe sind gut verdienende Singles, Frankonia denkt an Mieten von 19 Euro pro Quadratmeter: „So stellen wir uns das jedenfalls vor, was man dann umsetzen kann, wird sich zeigen“, sagt Schmitz.
Am Donnerstag wird sich zeigen, ob es zu einer rechtsfesten Einigung mit der Vereinigung der Hafenbetriebe kommt, Schmitz: „Vorher werden wir nicht noch einen Bauantrag stellen.“
Diesmal indes scheinen die Chancen gut zu stehen. Denn letzte Woche konnte in Gesprächen bei Interims-Planungsdezernent Stephan Keller eine grundsätzliche Einigung mit dem Verein der Hafenbetriebe erzielt werden: „Ich gehe davon aus, dass jetzt alles geklärt ist und das Wohnprojekt im September in den Stadtrat kommt“, sagt Ernst Lamers, der Vorsitzende des Hafenvereins. Entscheidende Bedingung für die Hafenindustrie ist, dass die bestehende Geruchs- und Lärmbelästigung in Form einer Dienstbarkeit im Grundbuch eingetragen wird, also akzeptiert wird. Dafür wollen die Hafenbetriebe garantieren, nicht rechtlich gegen das Wohnen vorzugehen.