Anwohner ärgern sich über Wildpinkler in der Oberstadt

Einige Besucher des Blotschenmarkts verrichten in Hinterhöfen ihre Notdurft. Das stinkt den Anliegern gewaltig.

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Mettmann. Anwohner der Mettmanner Oberstadt beschweren sich über Wildpinkler. Wie Matthias Röttger, der an der Kreuzstraße wohnt, mitteilt, würden die Kreuzstraße und andere Randbezirke der Oberstadt vor allem von Männern zum Urinieren missbraucht.

Richtige Bachläufe strömten die Straße herunter und es stinke enorm. Die Pinkler scheuten sich auch nicht davor zurück, in Hauseingänge und Hinterhöfe einzudringen und gegen Wände und Mauern zu urinieren. Röttger bittet die Veranstalter und die Stadt darum, nicht nur für die Sicherheit auf dem Markt zu sorgen und Knöllchen für Falschparker zu verteilen, sondern auch die Anwohner vor derartigen Belästigungen zu schützen.

„Kontrollieren Sie die Seitenstraßen, stellen Sie die Pinkler und erstatten Sie Anzeige“, sagt Röttger an die Verantwortlichen gewandt.

Wie Peter Ratajczak, Cheforganisator des Blotschenmarktes mitteilt, könne er nichts gegen „Wildpinkler“ in den Seitenstraßen unternehmen. Dafür sei er nicht verantwortlich.

„Wir haben die Gaststätten rund um den Markt, wie Dingle’s, Türmchen und Cafe am Markt informiert und sie gebeten, ihre Toiletten für die Öffentlichkeit unentgeltlich zur Verfügung zu stellen“, sagt Judith Ballaschk vom Blotschenmarkt-Team. Dafür haben die Gastronomen einen Geldbetrag von 100 Euro vom Blotschenmarkt-Team bekommen, um damit Toilettenpapier, Handtücher und Reinigung zu finanzieren.

Am Sonntag hat Ballaschk die Betreiber der Brasserie „La Pieve“ ebenfalls mit ins Boot geholt. Auch dort dürfen Blotschenmarkt-Besucher kostenfrei die Toilette benutzen. Ob das Restaurant „La Piazza“ (ehemals Alt-Heidelberg) mitmacht, stehe noch nicht fest, sagte Ballaschk.

„Wir werden Schilder aufstellen, um auf die Möglichkeit Toiletten in Kneipen aufzusuchen, aufmerksam zu machen“, sagt Ballschak. In früheren Jahren wurde ein Toilettenwagen in der Mittelstraße und im vergangenen Jahr am Taxistand in der Mühlenstraße aufgestellt. „Da hat sich nicht bewährt“, sagt Ballschak. Die Leitungen seien immer wieder zugefroren.