„Die meisten dieser Menschen leben im TiN“, sagt Dörte Schall.
Und damit fehlt der Stadt der nötige Puffer, um Zuweisungen nach dem Verteilerschlüssel aufnehmen zu können. „Deshalb müssen wir jetzt auf Turnhallen zurückgreifen“, sagt sie. „Das ist eine schlechte, aber derzeit die einzige Lösung.“ Zumal die Unterbringung in den Hallen alles andere als menschenwürdig sei, und der Schul- und Vereinssport wieder einmal zurückstehen müsse.
Kleine Lichtblicke gibt es: Die leerstehende Schule am Torfbend wird derzeit umgebaut. „Ich hoffe, dass sie bald bezugsfertig ist“, sagt die Sozialdezernentin. Weitere Pavillons, die derzeit noch im niederländischen Valkenburg als Altersheim dienen, sollen im Herbst geliefert und am Fleener Weg aufgebaut werden.
„Uns rufen immer wieder hilfsbereite Mitmenschen an und berichten von leerstehenden Wohn- und Hotelgebäuden, die wir doch für die Flüchtlinge nutzen sollten“, sagt Dörte Schall. Leider sei das nicht so einfach. „Allein die Bestimmungen des Brandschutzes zu erfüllen, ist sehr kompliziert und teuer — aber natürlich richtig und unabdingbar.“ Die Suche nachgeeigneten Räumen geht weiter.