Der überraschende Finaleinzug von Arminia Bielefeld im DFB-Pokal könnte dem Fußball-Drittligisten noch Terminstress bescheren und Einfluss auf den Terminkalender nehmen. Nach dem 2:1 (2:1) im Pokal-Halbfinale gegen Titelverteidiger Bayer Leverkusen steht die Arminia am 24. Mai erstmals im Endspiel in Berlin.
Für denselben Tag ist indes auch das Endspiel des Westfalenpokals terminiert. Auch hierfür sind die Ostwestfalen qualifiziert. Der Gegner wird noch im Duell SV Rödinghausen gegen die Sportfreunde Lotte am 16. April ermittelt.
Möglich: DFB-Pokal 2025/2026 ohne Pokalfinalist Arminia
Auch dieses Finale ist wichtig für den früheren Bundesligisten Bielefeld. Sollte die Arminia das DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart oder RB Leipzig nämlich verlieren und in der 3. Liga nicht mindestens Vierter wären, wären sie in der kommenden Saison nur als Sieger des Westfalenpokals überhaupt auch wieder im DFB-Pokal dabei. In der 3. Liga ist das Team von Trainer Mitch Kniat mit zwei Punkten Vorsprung auf den FC Ingolstadt derzeit Tabellenvierter.
Allerdings liegt Bielefeld nach 30 von 38 Spieltagen auch nur einen Punkt hinter dem Dritten 1. FC Saarbrücken. Sollten die Arminen am Saisonende Dritter werden, stünden die Relegationsspiele zur 2. Bundesliga an. Und das Hinspiel ist für den 23. Mai - nur einen Tag vor dem Pokalfinale in Berlin - terminiert. Das Rückspiel soll eigentlich am 27. Mai stattfinden.
„Da muss man schon gucken, dass man das anders terminiert kriegt“, forderte Bielefelds Vereinslegende Fabian Klos bei Sky. „Das kann man in der Form nicht spielen. Das geht nicht.“
Relegationsspiele zur 2. Liga könnten verlegt werden
Und tatsächlich: Laut DFB sind genau für solch einen Fall Ausweichtermine im Rahmenterminkalender vorgesehen. Das Relegations-Hinspiel würde demnach dann bereits am 21. Mai und das Rückspiel erst am 28. Mai ausgetragen. Herausfordernd würde dieses Programm für den Drittligisten aber allemal.
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