Zu schnelles Fahren mit dem Auto ist eine der Hauptursachen von Unfällen. Daher blickt die Polizei im Rahmen einer europaweiten Aktionswoche vom 7. bis zum 13. April verstärkt auf das Tempo der Autofahrer. Angestoßen wurde die Aktion von „Roadpol“ (European Roads Policing Network), einem Netzwerk der Verkehrspolizei in Europa. Dessen Ziel ist es, die Zahl vor allem der schweren Verkehrsunfälle zu senken. Schon seit Jahren finden Kontrollwochen zu verschiedenen Themen europaweit und zeitgleich statt.
In Nordrhein-Westfalen sei überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit immer noch eine der Hauptunfallursachen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Düsseldorf. Die Polizei in NRW werde sich daher an der Woche im April sowie an der weiteren vom 4. bis 10. August 2025 geplanten „Roadpol Operation Speed“ beteiligen. „In diesen Wochen werden die Kreispolizeibehörden das Thema Geschwindigkeitsverstöße noch einmal verstärkt in den Fokus nehmen“, sagte der Sprecher.
Raserstrecken im Visier
Am 9. April plant das Netzwerk der Verkehrspolizei in Europa außerdem einen 24 Stunden langen „Speed-Marathon“ mit Zehntausenden Polizisten. Bei diesem Teil der Aktionswoche ist NRW allerdings nicht dabei. In NRW gab es schon vor Jahren regelmäßig 24-stündige Blitzer-Kontrollen mit einem hohen Personalaufwand.
Nach Angaben des Innenministeriums kann jede der 47 Kreispolizeibehörden in NRW selbst entscheiden, in welchem Umfang sie bei der allgemeinen Tempo-Kontrollaktion „Roadpol Operation Speed“ mitmacht. Das Polizeipräsidium in Aachen hat sich vorgenommen, die Kontrollen auf Orte mit vielen Unfällen und der Hauptunfallursache Geschwindigkeit auszurichten. „Zusätzlich werden bekannte "Raserstrecken" ins Visier genommen“, erklärte das Polizeipräsidium.
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