Das erläuterte das Centrum für Disease Management der Technischen Universität München am Montag in Berlin. Durch psychische Erkrankungen entstünde jährlich ein wirtschaftlicher Schaden von mindestens acht Milliarden Euro.
Hauptursache für den Anstieg seien Druck und Stress in vielen Jobs, etwa durch die ständige Erreichbarkeit mit modernen Kommunikationsmitteln, erläuterten Experten anlässlich des Kongresses „Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz“. Betroffen sind demnach vor allem Arbeitnehmer in Ballungsräumen. Hier seien Beruf, Familie und Freizeit oft besonders schwer unter einen Hut zu bringen, was wiederum Stress verursache.
Viele Unternehmen hätten das Problem aber inzwischen erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet, zum Beispiel in Form von Schulungen für die Führungskräfte und die Belegschaft. Die Teilnehmer lernen dort unter anderem, mit psychisch kranken Kollegen richtig umzugehen.