Düsseldorf. Trotz Rückenbeschwerden hat Timo Boll die Borussia wieder in die Spur gebracht. Auch wenn er beim 3:0 des Tischtennis-Rekordmeisters gegen Zagreb am vergangenen Sonntag in seinem Einzel leichtes Verrichten und keine wirklich entscheidende Rolle gespielt hat. Am Freitagabend bei Pontoise-Cergy (20 Uhr) sieht das sicher anders aus. Und deshalb ist es gut, dass Boll wieder voll da ist, findet Trainer Dirk Wagner.
Top-Spiel: Die Bundesliga-Begegnung Würzburg gegen Düsseldorf ist die Top-Begegnung des dritten Spieltags. Borussia ist Tabellenführer mit zwei Siegen, Würzburg spielte zum Saisonstart zweimal 5:5 (gegen Ochsenhausen und in Gönnern).
Erinnerung: Nicht nur, dass die Würzburger sich beim zweiten und entscheidenden ETTU-Pokal-Finale im vergangenen Frühjahr durch Schiedsrichter-Entscheidungen ungerecht behandelt fühlten und der Siegerehrung fernblieben, wirkt nach. Die Borussia hatte nach dem 3:1 im Hinspiel mit 0:2 zurückgelegen, letztlich 3:2 gewonnen und den Pokal geholt. "Das war nicht so schön, aber es ist mittlerweile geklärt und ausgeräumt", versichert Borussias Manager Andreas Preuß.
Widerspruch: Auch die Äußerung von Würzburgs Manager Frank Müller zur Verpflichtung von Timo Boll ist unvergessen: "Die Bundesliga ist tot." Sein Gegenüber Preuß widerspricht energisch: "Die Liga ist alles andere als tot. Da ist viel im Hintergrund passiert." Zudem zeigte das Spiel in Plüderhausen (6:3), wo die Borussia "nur um Millimeter" am 5:5 vorbeischrammte, dass es eine ausgeglichene Liga sei.