Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen sich Beteiligte aus dem Staub gemacht haben, ist erneut gestiegen. Im vergangenen Jahr zählte die Polizei in Nordrhein-Westfalen mehr als 143.000 Fälle von Unfallflucht - ein Zuwachs von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das NRW-Innenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Lichtblick der Statistik: Die Zahl der Unfallfluchten nach tödlichen Unfällen sank deutlich von 18 auf 11 Fälle - ein Rückgang um fast 40 Prozent. Die Zahl der Unfallfluchten mit schwer und leicht verletzten Menschen stieg jeweils nur leicht an. 540 Schwerverletzte (+0,37 Prozent) und 5070 Leichtverletzte (+0,2 Prozent) wurden nach Unfällen mit Unfallflucht gezählt.
Der Löwenanteil der Unfälle mit Fluchtreflex betraf solche mit reinem Sachschaden: 137.600 solcher Fälle wurden gezählt - wobei die Aufklärungsquote dieser Fälle von 43 auf 40 Prozent sank. Bereits zwischen 2013 und 2017 waren die Unfallfluchten stetig angestiegen.