Barmen/Elberfeld. Deutsche und Russen sollen sich wieder näher kommen — dafür sollen ab Sommer 2012 zwei parallele Aktionen sorgen. Das „Deutschlandjahr in Russland“ und das „Russlandjahr in Deutschland“ finden bis zum Sommer 2013 statt — und das Deutsch-Russische Kulturzentrum „Applaus“ in Barmen will dafür sorgen, dass auch Wuppertal bei diesem Freundschaftsjahr kräftig mitmischt.
„Wie kann Wuppertal in Russland repräsentiert werden und wie Russland in Wuppertal?“ — zu dieser Frage stellte Liudmilla Gutina, Geschäftsführerin des Applaus-Vereins, bei einem Empfang mit Politikern und Freunden des Vereins zahlreiche Ideen vor. Eine der im Stadtbild sichtbarsten könnte das Drei-Kaiser-Denkmal auf der Hardt sein: Der Verein will sich für eine Sanierung des im Zweiten Weltkrieg stark beschädigten Denkmals einsetzen. Und aus Russland könnte dafür finanzielle Unterstützung kommen — das verkündete am Donnerstag Genadj Klimow. Der Abgeordnete der Duma, des russischen Parlaments, war im Applaus zugegen und betonte die gegenseitige Verbundenheit: „Die Deutschen sind eine wichtige Kraft in Russland.“ Allerdings gibt es bei der Stadt Bedenken gegen das russische Angebot (siehe Kasten).
Eine weitere Aktion in Wuppertal könnte etwa ein deutsch-russischer Wohltätigkeitsball in der Stadthalle sein — zugunsten eines guten Zwecks in Wuppertal. Dafür sucht der Applaus-Verein allerdings noch Sponsoren. Konkreter sind die Pläne zur Eröffnung eines bilingualen Kindergartens — Gutina: „Im kommenden Jahr soll es soweit sein.“
Ferner will der Verein seine Kontakte nach Russland dazu nutzen, Wuppertals Sehenswürdigkeiten dort bekannter zu machen: „Die Schwebebahn, das Engels-Haus und all das Tolle, was Wuppertal zu bieten hat“, sagte Gutina am Donnerstag. Ein Anfang dazu ist gemacht.