Düsseldorf. Hintergrund sei weniger eine wachsende Sorglosigkeit, sondern vielmehr der Vormarsch anderer Geschlechtskrankheiten wie Syphilis. Solche Vorerkrankungen schwächten die Körperabwehr und öffneten dem HI-Virus Tür und Tor. Die Aidshilfe plant, landesweit Schnelltests für HIV in Schwulen-Saunen und anderen Szene-Treffs anzubieten. Darüber hinaus will sie auch die Beratung im Internet ausbauen.
Aufgabe der Berater sei es auch, gefährlichem Halbwissen zu begegnen, sagte der Landesgeschäftsführer der Aidshilfe, Dirk Meyer. "Immer wieder wird gesagt: "Kaum ein Mensch stirbt an Aids. Dem ist nicht so." Trotz deutlich verbesserter Behandlungsmöglichkeiten seien im vorigen Jahr 130 Menschen in NRW an Aids gestorben. "40 Prozent von ihnen hätten nicht sterben müssen, wenn sie ihr Testergebnis rechtzeitig gewusst und sich in Behandlung begeben hätten." Auch um hier gegenzusteuern, sei der Schnelltest ein wichtiges Instrument.