„Wir gehen davon aus, dass 800 unserer einfachen Fotoreaktoren reichen, um den weltweiten Bedarf an Artemisinin zu decken“, sagte Peter Seeberger vom Potsdamer Max-Planck-Institut (MPI) für Kolloid- und Grenzflächenforschung am Dienstag in Berlin.
Die Wissenschaftler gewinnen den Wirkstoff mit einem photochemischen Verfahren aus einem Abfallprodukt der derzeitigen Artemisinin-Produktion, das auch biotechnologisch in Hefe erzeugt werden kann, der Artemisininsäure. Es werde künftig möglich sein, Millionen Malariakranke mit erschwinglicheren Medikamenten zu versorgen, hieß es. Seeberger schätzt, dass die neuartige Synthese in etwa sechs Monaten in die technische Anwendung gelangen könnte.