Viele der Geschädigten hätten ihre komplette Altersversorgung verloren, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Möllmann am Dienstag auf Anfrage.
Gegen elf Beschuldigte sei Anklage erhoben worden, drei von ihnen seien in Untersuchungshaft. Als Kopf der Bande gilt ein 67-jähriger Beschuldigter aus Oldenburg. Der Großteil der Millionen blieb verschwunden. „Wir haben allerdings eine Jacht auf den Niederländischen Antillen beschlagnahmen können, die etwa 1,3 Millionen Euro wert ist“, sagte Möllmann der Nachrichtenagentur dpa. Die Jacht werde dem 67-Jährigen zugerechnet.
Über 120 Ermittler waren dem Verdacht im vergangenen November bei einer internationalen Razzia nachgegangen. Die Anteile an der BCI waren über Finanzberater vertrieben worden. Anleger wurden mit einer Rendite von 15,5 Prozent gelockt. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei der BCI um ein Schneeballsystem gehandelt hat und vermeintliche Erträge aus neu angeworbenen Einlagen gezahlt wurden.
13 Wohnungen und Büroräume in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen und Hessen waren durchsucht worden. Weitere Durchsuchungen erfolgten in der Schweiz, Litauen, Spanien und Kanada. Die Ermittlungen waren auch durch Hinweise von Schweizer Strafverfolgern angestoßen worden.