Unter die Soldaten war Lüpertz als 17-Jähriger geraten - unbeabsichtigt. Eigentlich wollte der Künstler in Marseille auf einem Schiff anheuern. „Es gab jedoch kein Schiff, so kam ich zur Legion.“ Dort habe er ein dreiviertel Jahr rennen, beten und singen müssen, unter Stacheldraht durchkriechen und mit dem Gewehr auf Sandsäcke einstechen müssen.
Als er in den Krieg nach Algerien geschickt werden sollte, riss er aus. Die Flucht habe ihn vor dem Kriegsalltag bewahrt. „Und mir wurde klar, ich bin kein Abenteurer, sondern ich bin ein Künstler“, sagte Lüpertz dem Blatt.
Der 69-Jährige war fast 20 Jahre Direktor der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf und gilt als einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Gegenwart.