Im Laufe des Gesprächs sagte der Anrufer, er benötige 70.000 Euro. Die Frau vertröstete ihn und sagte, sie könne das Geld erst am nächsten Morgen bei der Bank abheben. Als sie den Anrufer fragte, welcher Enkel er denn sei, sie habe so viele, habe der junge Mann wortlos aufgelegt.
Die 77-Jährige meldete den versuchten Trickbetrug umgehend der Polizei. Der Stimme nach schätzt sie den falschen Enkel auf etwa 18 bis 28 Jahre. Er sprach Deutsch ohne Akzent und drückte sich der Zeugin zufolge höflich und gewählt aus.
Wie die Polizei am Mittwochmittag mitteilte, kam es am Dienstag zu zwei weiteren Versuchen, ältere Menschen mit dem Enkeltrick um ihr Erspartes zu erleichtern. Ein 78-jähriger Tönisvorster erhielt in seiner Wohnung an der Straße "Stiller Winkel" den Anruf eines angeblichen Neffen, der 19.000 Euro für den Kauf eines VW benötigte. Da der echte Neffe des Angerufenen jedoch nur Volvo fährt, schöpfte der Rentner Verdacht und ging nur zum Schein auf den Anrufer ein, der dann aber schnell das Interesse verlor.
Ebenfalls am Dienstag rief ein Unbekannter mehrmals bei einem älteren Ehepaar an, das an der Südstraße wohnt. Der Anrufer gab sich als Enkel aus und erklärte, er benötige Geld, das er im Laufe des Tages abholen wolle. Auch hier scheiterte der Unbekannte aber mit seinem Betrugsversuch.