Die Folge: Für Dügida bleibt am Freitag kein Platz am Hauptbahnhof, wie ein Polizeisprecher der WZ bestätigte. "Das ist die Physik des Alltags. Wo bereits ein Körper ist, da kann gleichzeitig kein zweiter Körper sein." Dass Dügida also nicht vom Hauptbahnhof zum Graf-Adolf-Platz ziehen darf, habe man der Organisatorin in einem Gespräch am Montag mitgeteilt.
Am Dienstag reagierte die Dügida-Organisatorin und kündigte eine Kundgebung zur gleichen Zeit am Freitag an, jedoch für den Bereich der Innenstadt, so der Polizeisprecher.
Beim Düsseldorfer Bündnis freut man sich über den möglicherweise klugen Schachzug: „Diesmal werden vor dem Hauptbahnhof nicht die Rassisten von Dügida stehen, sondern Düsseldorfer und Düsseldorferinnen, die Flüchtlinge willkommen heißen", sagt Sprecher Oliver Ongaro, gleichzeitig Vorstand der Flüchtlingsinitiative STAY.
Auch für die drei weiteren Freitage, an denen Dügida Kundgebungen halten wollte (23. und 30. Oktober sowie 6. November), hat das Bündnis "Düsseldorf stellt sich quer" die Strecke vom Hauptbahnhof zum Graf-Adolf-Platz reserviert. "Wir haben vorsorglich bis Ende dieses Jahres Protestaktionen angemeldet", sagt Sprecher Torsten Nagel der WZ. Auch dies bestätigte die Polizei inzwischen.