Im Zuge der Erneuerungsarbeiten entlang der Wehrhahnlinie gestaltet die Stadt den Straßenraum zwischen Jacobi- und Oststraße neu und richtet dort eine rot asphaltierte Fahrradstraße ein. „Und diese hebt sich optisch deutlich ab“, sagte Katharina Metzker, Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement. „So sorgen wir für mehr Sicherheit und Komfort für die Radfahrerinnen und Radfahrer, aber auch für den Fußverkehr, der an dieser Stelle getrennt vom Radverkehr geführt wird.“
Zu der 6,50 Meter breiten Fahrradstraße wurden ergänzend zehn Bäume gepflanzt. Weiterhin sind Sitzbänke, Papierkörbe, Fahrradständer und die Modernisierung der öffentlichen Beleuchtung in Planung. „Die Verlängerung der Schadowstraße wird somit nicht nur für den Radverkehr optimiert, sondern auch für den Fußverkehr und den lokalen Einzelhandel“, betonte auch Jochen Kral, Dezernent für Mobilität und Umwelt der Landeshauptstadt.
Folgende Änderungen werden im Straßenverkehr vorgenommen: Ab Oststraße bis Cantadorstraße wurde die Anzahl der Fahrspuren für Kraftfahrzeuge in Richtung Osten reduziert, wobei die äußere Fahrspur als neuer Radfahrstreifen markiert wurde. In Richtung Westen gibt es eine Fahrspur zur Oststraße und eine, die sowohl zur Tonhallenstraße/Jacobistraße als auch zur Oststraße führt. Der Radverkehr wird dort auf einem Radfahrstreifen geführt. Die Seitenräume wurden niveaugleich gestaltet und bieten Platz für Taxis und Lieferverkehre. Die Straßenführung am Knotenpunkt Jacobistraße/Tonhallenstraße/Am Wehrhahn wurde darüber hinaus in Zusammenarbeit mit der Polizei im Sinne der Terrorprävention angepasst. Es gilt hier Tempo 30.
Radfahrer dürfen dort nebeneinander fahren, für den motorisierten Verkehr bedeutet das: Es muss besondere Rücksicht genommen werden. Darüber hinaus ist das Halten sowie Parken nur in entsprechend gekennzeichneten Bereichen erlaubt. Auf dem Teilstück zwischen dem Knoten Jacobistraße/Tonhallenstraße und Oststraße gilt für den Autoverkehr nach Einrichtung der Fahrradstraße vorerst „Anlieger frei“.
Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 3,4 Millionen Euro. Dabei wird das Vorhaben im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit rund 350 000 Euro unterstützt.