Anders als bei den Stahlkochern werden die Krefelder den Protest im Öffentlichen Dienst direkt zu spüren bekommen. Und noch etwas ist anders in der Stahlindustrie: Die Bedrohung kommt nicht nur aus dem fernen Asien, sondern aus den eigenen Vorstandsetagen.
Denn bei allem demonstrativen Schulterschluss, wie er in Duisburg überraschen konnte: Strategisch wird aus dem bösen China schnell ein Hoffnungsträger.
Bei Siempelkamp etwa feierte Sprecher Hans Fechner die Verlagerung der Produktion ins Riesenreich noch vor wenigen Monaten als „The way of Siempelkamp“. In einem Atemzug mit Streichung von 130 Jobs — bei belegten Brötchen, Kaffee und Kaltgetränken. Seither will Fechner zum Thema „Internationalisierung“ nicht mehr befragt werden, Anfang Juli vielleicht, mutmaßlich nach dem Arbeitskampf.
Im Duck-Modus lässt sich schlecht Verantwortung tragen.