Pannenserie beim RE 10 hält an Notfahrplan beim Niersexpress wird verlängert

Kempen · Beim RE 10 gibt es vorerst keine Rückkehr zum Normalbetrieb. Der 60-Minuten-Takt beim Niersexpress wird mindestens bis zum 17. April verlängert. Eine Maßnahme soll ab sofort für mehr Entlastung sorgen.

Erneut gibt es schlechte Nachrichten beim RE 10: Der Niersexpress fährt weiter nur stündlich.

Foto: Birgitta Ronge

Die schlechten Nachrichten beim Niersexpress reißen nicht ab. Der Notfahrplan, der mit kleineren Unterbrechungen bereits das ganze Jahr in Kraft ist, muss erneut verlängert werden. Damit werden die Züge auch zu den Hauptverkehrszeiten an den Wochentagen nur einmal in der Stunde fahren. Damit fällt fast jede zweite Fahrt aus. Eigentlich sollte diese Regelung am 28. März auslaufen. Die Verlängerung soll bis Donerstag, 17. April, gelten. Mindestens, wie es die Rhein Ruhr Bahn in ihrer Mitteilung formuliert.

Grund seien anhaltende Einschränkungen in der Fahrzeugverfügbarkeit, hat die Rhein Ruhr Bahn am Donnerstag bekanntgegeben. Ziel dieser Anpassung sei es, den Fahrgästen trotz der aktuellen Einschränkungen möglichst verlässliche Planungsmöglichkeiten zu bieten.

Die Werkstatt-Teams arbeiteten mit Hochdruck an der Reparatur mehrerer Fahrzeuge. Um die Arbeiten zu beschleunigen, würden auch weiterhin externe Instandhaltungspartner eingebunden. Dennoch sei es leider nicht gelungen, alle benötigten Fahrzeuge rechtzeitig wieder in Betrieb zu nehmen, sodass der 30-Minuten-Takt vorerst weiterhin nicht angeboten werden könne.

Der eingerichtete Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen, der unter der Woche den ausgedünnten Fahrplan ein wenig auffangen soll, soll ebenfalls bis mindestens zum 17. April verlängert werden. Seit Donnerstag sei zudem ein weiterer Bus zwischen Kempen und Krefeld Hauptbahnhof im Einsatz, um die Kapazitäten auf diesem viel befahrenen Streckenabschnitt zu erhöhen. Darüber hinaus sei die Rhein Ruhr Bahn in Gesprächen mit verschiedenen Partnern und Fahrzeuganbietern, um kurzfristig Ersatzfahrzeuge zu sichern und so zusätzliche Kapazitäten auf der Linie RE 10 bereitzustellen. Auf der Linie RB 31 zwischen Xanten und Duisburg sei zur Stabilisierung des Betriebs bereits eine zusätzliche externe E-Lokomotive mit Doppelstockwagen im Einsatz. Durch diese Maßnahme hofft die Rhein Ruhr Bahn die Fahrzeugverfügbarkeit auf der Linie RE 10 zu erhöhen, um die Auswirkungen der aktuellen Engpässe abzumildern. Bislang ist es nämlich so, dass Züge von der Strecke zwischen Kleve und Düsseldorf abgezogen und auf der Linie RB 31 eingesetzt wurden.

Die aktuelle Situation sei das Ergebnis mehrerer Faktoren: Neben Fahrzeugen, die sich planmäßig in der gesetzlich vorgeschriebenen Hauptuntersuchung befinden, führe ein sehr hoher Krankenstand in den Werkstätten zu Verzögerungen. Und das in einer Phase, in der im Bahnsektor ohnehin ein massiver Fachkräftemangel herrsche.

Die Rhein Ruhr Bahn schreibt, sie bedauere die Unannehmlichkeiten und danke den Fahrgästen für ihr Verständnis und ihre Geduld. Das Unternehmen teilt mit, dass alle verfügbaren Mittel und Ressourcen eingesetzt würden, um die Fahrzeugverfügbarkeit so schnell wie möglich zu verbessern und den gewohnten 30-Minuten-Takt auf der Linie RE 10 wiederherzustellen.