<strong>Grevenbroich. Die Aufgabe klingt einfach. Ein Ring mit fünf Zentimetern Durchmesser muss mit einem in seiner Spitze fünf Millimeter dicken Picker aufgespießt werden. Doch schwierig gestaltet sich das Ganze, wenn der Wettkämpfer im Galopp auf sein Ziel zureitet. Ringstechen heißt dieser Sport, den schon im Mittelalter die Knappen ausgeübt haben.
"Heute ist es die traditionelle Art der berittenen Schützenvereine, ihren König zu ermitteln", sagte Dirk Buschhüter, Vorsitzender des Artilleriecorps Neuss-Furth. Am Samstag fand auf Gut Neuhaus das erste kreisweite Ringstechen statt, zu dem die Artillerie Reitvereine und weitere Corps eingeladen hatte.
Etwa 50 Teilnehmer hatten sich zum "Sattel-Fest" angemeldet. Die Jüngste war Ina Liebscher (17). Mit drei weiteren Reitern bildete sie ein Team, allerdings trat in jedem Durchgang nur ein Mitglied pro Mannschaft an, um fünf Ringe zu stechen. Für die Sieger gab es Pokale.