Knapp an der Blamage vorbei

Kommentar

Mit der eindeutigen Wahl von Michael Grosse sind Krefeld und Mönchengladbach nur knapp an einer Blamage vorbei geschlittert. Schon der Gedanke, der sich da in den vergangenen Tagen Bahn brach, war peinlich: Ein Jahr lang per Expertenkommission einen Intendanten zu suchen und dann - ätschi-bätschi - alle Bewerber mit blutigen Nasen vom Hof zu jagen, hätte dem Theater irreparablen Schaden zugefügt.

Als verlässliche Partner hätten die Städte auf absehbare Zeit nicht mehr gelten können. Jens Pesel hat hier viel geleistet, aber früh seinen Abschied erklärt. Seinen Namen dennoch ins Spiel zu bringen, war unsinnig und unverantwortlich. Jetzt, wo das vom Tisch ist, verdient der neue Mann eine ruhige Arbeitsgrundlage und jede Unterstützung.