Bildung in Dormagen: Zur Zweizügigkeit fehlt ein Kind

Die Tannenbuschschule soll zum neuen Schuljahr zwei Eingangsklassen bilden.

<strong>Dormagen. Einen kleinen Etappensieg können die Eltern verzeichnen, die sich als Zuhörer bei der jüngsten Sitzung des Schulausschusses einfanden. Ihr Ziel: Die Delhovener Tannenbuschschule soll im kommenden Schuljahr zweizügig werden. Acht künftige I-Dötzchen waren im Anmeldeverfahren abgelehnt worden, weil sie nicht in Delhoven wohnen. Dagegen hatten die Eltern protestiert: "Fünf der Kinder gehen in den benachbarten Kindergarten, drei sind aus dem nahen Hackenbroich oder ziehen nächstes Jahr ins Neubaugebiet", erklärte eine Mutter. Zwei der Kinder wurden nachträglich doch noch für die Tannenbuschschule zugelassen. Den Eltern war das zu wenig, sie fordern die Zweizügigkeit, denn mit dem ab Dezember bebaubaren Neubaugebiet im Gansdahl kommen rund 200 zusätzliche Kinder nach Delhoven, davon jedes Jahr 15 in die Grundschule.

Der Schulaufsichtsvertretung genügt das für dieses Schuljahr nicht: "Klassen unter 18 Kindern dürfen nicht gebildet werden", beruft sich Annegret Schulte auf das Gesetz. Mit 35 Schülern fehlt in Delhoven demnach lediglich ein Kind. "Einen Streit mit den Eltern finde ich sinnlos", ist der Standpunkt von Bürgermeister Heinz Hilgers.

Der Schulausschuss beschloss dennoch die Zweizügigkeit, auch wenn die Genehmigung von der Bezirksregierung abgelehnt werden kann. "Eltern und Stadt können dann noch immer klagen", macht Hilgers Mut.