Schandfleck ärgert Bürger

Stadtplanung Auf dem Grundstück an der Elisabeth-Munse-Straße hat sich seit Herbst 2005 nichts getan.

Willich. Ein Schandfleck im Ortskern das ist in Willich keine Seltenheit. Traurigstes Beispiel ist die Ruine des Hubertuszentrums in Schiefbahn. Ganz so schlimm sieht das Grundstück im Bereich Burgstraße/Elisabeth-Munse-Straße im Herzen von Alt-Willich zwar noch nicht aus. Gleichwohl tut sich hinter dem vor Monaten aufgestellten Bauzaun wenig. Nur das Unkraut wächst vor sich hin.
"Wenn es schon keine schmucken Wohnungen dort gibt, so würden sich die Bürger sicher über Sauberkeit und Ordnung freuen." Das sagt die Willicherin Marianne Bieniek. Ihre Kritik geht in Richtung der Firma Paschertz, die im Oktober 2005 angekündigt hatte, in der denkmalgeschützten Scheune des alten Ruland-Bauernhofs, die auf dem Grundstück steht, acht Eigentumswohnungen einzurichten. Im Sommer 2006 hatte Christian Paschertz gesagt: "In vier bis sechs Wochen geht es los." Passiert ist nichts.
Nach Orkan Kyrill befürchtet Marianne Bienieck, das alte Gebäude könne von der nächsten Böe umgeworfen werden. Doch Paschertz verspricht: "Ende Februar geht`s mit den Arbeiten los. Wir haben mit den Käufern Fertigstellungstermine vereinbart." Ein Vertriebsproblem habe den Baubeginn verzögert: Nicht alle Wohnungen konnten bisher verkauft werden. Doch jetzt sei eine Lösung in Sicht. Für das hässliche Grundstück weist Paschertz aber alle Verantwortung von sich: "Das habe ich schon im Vorjahr abgegeben." Die Korschenbroicher Firma, die dort ein Wohnund Geschäftshaus bauen wollte, habe auch ein Vertriebsproblem. Jetzt sei man gemeinsam auf der Suche nach einem Käufer.
Paschertz Unternehmen sei an einer schnellen Lösung interessiert: "Denn ich möchte nicht, dass dort gebaut wird, wenn die Scheune fertig ist."