Meerbusch: Mielke folgt Mattner auf Dezernentenposten
Dezernentenwahl: Bei der Suche nach einem geeigneten Techniker sollen jetzt Arbeits-Agenturen helfen.
Meerbusch. Gestern bestätigte Dieter Spindler, was die Spatzen längst von den Dächern pfeifen: Angelika Mielke-Westerlage wird neue Dezernentin für Jugend, Soziales und Kultur und folgt damit dem in den Ruhestand verabschiedeten Hans Mattner-Stellmann. Für den Posten des Technischen Dezernenten hat sich jedoch keiner der Bewerber "zu hundert Prozent aufgedrängt", so der Bürgermeister. Die Stelle wird neu ausgeschrieben.
14 Tage lang herrschte bei den Fraktionen "volles Haus", da sich die vom Ältestenrat favorisierten acht der 63 Bewerber - vier für jeden Bereich - bei der Vorstellungsrunde die Klinke in die Hand gaben. Doch die Anzahl der Kandidaten reduzierte sich schnell von selbst: Für den Sozial-, Jugend- und Kulturbereich zogen zwei der Bewerber kurzfristig das Angebot einer anderen Stadt vor, bei den Technikern sprang einer ab.
Die verbliebenen Kandidaten erfüllten dann offenbar nicht die Erwartungen der Politiker. Angelika Mielke-Westerlage wurde intern gebeten, sich zusätzlich für die eine Stelle zu bewerben - und auch sofort favorisiert. In nicht-öffentlicher Sitzung des Hauptausschusses wurde der Empfehlungsbeschluss gefasst, die Leiterin des Servicebereichs Zentrale Dienste dem Rat in der nächsten Sitzung am 29. März für den Posten vorzuschlagen.
Unbefriedigend waren dagegen die Vorstellungsgespräche mit den Kandidaten, die in die Fußstapfen des nicht wiedergewählten Michael Nowack treten sollten. "Wir suchen nach einem Volltreffer, und der war nicht dabei", begründet Spindler die Maßnahme jetzt sogar professionelle Job-Agenturen einzuschalten. Ob die dann nur im Erfolgsfall bezahlt werden, das ließ Spindler gestern noch offen. Im Haushalt wurden 20 000 Euro bereitgestellt.
Auch bis wann die Stelle besetzt werden soll, steht nicht fest: "Wir wollen uns Zeit lassen und nicht hektisch werden", schließt Spindler zudem einen Neuzuschnitt der Aufgabenprofile der Beigeordnetenstellen nicht aus. Gemangelt hat es den Bewerbern offenbar an persönlicher Ausstrahlung. "Befähigung und Erfahrung waren o.k. Aber es muss jemand sein, der alle restlos überzeugt."