Ossum-Bösinghoven: St.Pankratius-Schützen - 309 Seiten Geschichte eines Dorfes

Ossum-Bösinghoven rüstet sich für die große Geburtstagsfeier, zu der eine eigene Chronik erscheinen soll.

Ossum-Bösinghoven. Es ist vollbracht. Wenn die Druckerei und der Buchbinder jetzt noch mitspielen, wird das Ossum-Bösinghovener Heimatbuch pünktlich zum großen Geburtstagsfest der St. Pankratius-Bruderschaft im Mai erscheinen.

Langer Vorbereitungen hat es bedurft, um das Heimatbuch so weit zu bringen. Wie üblich bei solch großen Projekten, wuchs der Buchumfang im Arbeitsprozess. Auf 309 Seiten lassen sich die Kundigen nun über die Geschichte ihres Dorfes vom Mittelalter bis in die Neuzeit aus.

Historiker Mike Kunze ist den Spuren im Mittelalter nachgegangen, Karl Emsbach hat sich mit der Spanne zwischen der Preußenzeit bis zum Ende des II. Weltkriegs befasst und Stadtarchivar Michael Regenbrecht konzentriert sich auf das gesellschaftliche und politische Leben seitdem.

"Es hat sich alles sehr sehr gewandelt", erzählt Herausgeber Peter Dohms, "das politische, gesellschaftliche und auch das religiöse Leben."

Hiltrud Dohms konzentrierte sich hingegen weniger auf die Kostümpracht, als auf die Personen. Ihr oblag es, die Fotos zu betexten, den Bildern Menschen, Namen und ihre Bedeutung zuzuordnen.

Nicht weniger prächtig, dazu auch historisch bedeutsam sind die alten Bauernhöfe oder auch die Ossumer Kapelle als kreisweit ältestes Baudenkmal. Der Heimatkreisvorsitzende Franz-Josef Radmacher lässt deren Geschichte lebendig werden.

Der 250. Geburtstag der St. Pankratius-Schützenbruderschaft wird vom 11.-13. Mai groß gefeiert.

Die Bruderschaft besteht seit 1757. Das Gründungsjahr ist nicht urkundlich belegt, doch eine Platte des Schützensilbers gibt das Gründungsjahr an.

Mit Daniel I. Peters sitzt ein Vertreter einer alten Königsfamilie im Jubiläumsjahr auf dem Thron. Die Minister kommen aus der Kompanie der Schwarzen Husaren.