Drei Kirchemusiker bringen Gotteshaus zum Klingen

Mut fassen und mitmachen: Musik aller Stilrichtungen wird in Workshops er- und bearbeitet.

Meerbusch. "Klingende Kirche", so nennen die evangelischen Kirchengemeinden in Meerbusch einen Mitmachtag am Samstag, 18. August, im Gotteshaus an der Alten Poststraße 14 in Osterath.

"Nach dem Erfolg mit dem Orgel-Radeln im Vorjahr war klar, dass wir auch 2007 wieder eine Großveranstaltung mit unseren hauptamtlichen Kirchenmusikern machen wollen", erklärt die Osterather Pfarrerin Birgit Schniewind.

Im Mittelpunkt des Samstags stehen eine Reihe von Workshops, "die unsere gesamte Palette an Möglichkeiten aufzeigen soll", kündigt der Büdericher Jörn Kuschnereit an. Zwar würde die Klassik nicht zu kurz kommen, "aber es gibt eben auch neue Ansätze wie Pop oder Gospel, mit denen wir Menschen jeglichen Alters ansprechen und nach Möglichkeit auch einige neue Gesichter anlocken wollen", erklärt der Kantor.

Zwischen 10 und 18 Uhr kann man zwischen traditioneller Chormusik, einem Pop- und Gospel-Workshop, dem Posaunen- oder Kinderchor, dem Einstudieren neuer geistlicher Lieder in einer Band oder dem Instrumentalkreis, in dem Kenntnisse an Flöte oder Streichinstrumenten aufgefrischt werden können, wählen. Im Rahmen einer Andacht um 17 Uhr sollen dann die Ergebnisse vorgetragen werden.

Eine besondere Begabung sei nicht erforderlich, "zumindest bei den Instrumentalkursen sollten aber Vorkenntnisse vorhanden sein", schränkt die Lankerin Claudia Jacobs ein. Der Kinderchor (ab sechs Jahren, es soll ein Kindermusical einstudiert werden) richte sich an junge Sänger, die zusammen mit ihren Eltern teilnehmen. Prinzipiell gelte: "Mut fassen und mitmachen."

Insgeheim erhofft sich Kuschnereit, dass man auf lange Sicht jenes Vakuum füllen kann, dass bei der Generation zwischen 20- und 50-Jährigen bestehe. "Die Kinderkirche ist immer gut gefüllt und Senioren sind ohnehin stark vertreten, wenn es um Gemeindearbeit geht. Doch uns fehlt ein wenig die Familientradition."

Auch für das kommende Jahr schmieden die evangelischen Gemeinden Pläne: "Wir planen zwei große Oratoriums-Konzerte mit Orchester und einem Chor mit bis zu 150 Sängern", freut sich Kuschnereit schon jetzt.