Einbrecher stehen vor Gericht
Justiz: Gleich zweimal wurde eine Neusser Tankstelle ausgeraubt. Schaden: 26 000 Euro.
Neuss / Essen. Innerhalb von zwölf Tagen im November vergangenen Jahres brachen Unbekannte zwei Mal in die Esso-Tankstelle An der Norf in Neuss ein. Vor dem Landgericht Essen gab ein 37-jähriger Litauer gestern zu, daran beteiligt gewesen sein.
Mit dem 37-Jährigen sitzen noch zwei seiner Landsleute auf der Anklagebank. Das Trio soll Teil einer Bande gewesen sein, die in wechselnder Beteiligung Einbrüche vom Münsterland bis zum Niederrhein begangen haben soll. Einige Bandenmitglieder seien eigens für die Taten von Litauen ins Ruhrgebiet gereist. Sie sollen Unterschlupf bei dem 37-jährigen Angeklagten gefunden haben, der eine Wohnung in Essen gemietet hatte.
Der 32-jährige Mitangeklagte ist ebenfalls geständig. Er räumte ein, am zweiten Einbruch in Neuss mitgewirkt zu haben. Der dritte Angeklagte (31) schwieg am ersten Prozesstag.
Am 16. November 2006 wurde der erste Einbruch in die Neusser Esso-Tankstelle verübt. Vor allem Zigaretten und Tabak im Wert von 13 000 Euro ließen die Täter mitgehen. Zwölf Tage später sollen sie zum zweiten Mal zugeschlagen haben. Wieder hätten sie es hauptsächlich auf Zigaretten abgesehen. Aber auch Bargeld und vier original verpackte Akkuschrauber, so die Anklage, hätten sie nicht verachtet. Der Gesamtwert der Beute betrug wiederum rund 13 000 Euro.
Dem Geständnis der beiden älteren Angeklagten waren eingehende "Orientierungsgespräche", wie Richter Edgar Loch es formulierte, voraus gegangen. Danach wurde vereinbart, bei einem Geständnis ein Strafmaß von vier Jahren bis drei Jahren und drei Monaten nicht zu überschreiten. Ein Angebot, das bisher zwei der drei Angeklagten annahmen.
Der Prozess wird fortgesetzt.