"Jugend forscht": Speere aus der Steinzeit
Wettbewerb: Bei „Jugend forscht“ steht Marvin Fehrenbacher aus Jüchen als Landessieger fest.
<strong>Rhein-Kreis Neuss. Prämierten Forschernachwuchs, den gibt es auch im Rhein-Kreis Neuss. Und manchmal kommen die Wissenschaftler von morgen sogar noch aus ein und derselben Familie. Marvin und Kerstin Fehrenbacher aus Jüchen sind Geschwister - und beide haben mit Erfolg beim Landeswettbewerb von "Jugend forscht" teilgenommen. Am Mittwoch wurden sie gemeinsam mit fünf weiteren Jugendlichen aus dem Kreis in der Leverkusener Bayer-Zentrale für ihre Arbeiten ausgezeichnet. Schon mehrmals hat der 15-jährige Marvin Fehrenbacher an dem "Jugend forscht"-Wettbewerb teilgenommen, meist hat er sich dabei mit archäologischen Themen beschäftigt. Auch diesmal ist er einer Frage aus der Vergangenheit nachgegangen - "Steinzeitliche Speere - im Feuer gehärtet? Experimentelle Überprüfung der Holzhärtung durch Feuer" lautet das Thema seiner Arbeit. Damit gewann Marvin Fehrenbacher nicht nur den Landessieg in den Geo- und Raumwissenschaften, sondern auch noch den Sonderpreis der Deutschen Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung. Animiert zu seinem Forschungswerk hat ihn dazu der "Speer von Lehringen", ein frühzeitliches Objekt, das Brandspuren aufweist, deren genaue Bedeutung nur vermutet werden kann. Fehrenbacher fand bei seinem Versuch heraus, dass die Steinzeitmenschen die Wirkung von Härtung durch Feuer wohl kannten und auch anwendeten. Schwester Kerstin Fehrenbacher belegte den zweiten Platz im Biologiewettbewerb - sie hatte das Schlafverhalten von Haushühnern untersucht.
Dem blauen Dunst gingen Julia Becker und Meike Monheimius aus Grevenbroich nach. Die beiden 18-Jährigen untersuchten das Rauchverhalten an Schulen.
Gleich drei Nachwuchsforscherinnen in einer Familie gibt es im Haus Kohlhaas in Kaarst. Annika, Madeline und Vivien bekamen für ihre Arbeit im Bereich Physik den Sonderpreis des Arbeitgeberverbandes der Metallindustrie.