Meerbusch: CDU in Remscheid - Bewerbung scheint geplatzt
Michael Nowack, bis Februar Technischer Dezernent in Meerbusch, ist als Kandidat der CDU in Remscheid umstritten.
Remscheid/Meerbusch. Am kommenden Dienstag wollte die Remscheider CDU eigentlich ihren Kandidaten für die Wahl des künftigen Baudezernenten der Öffentlichkeit vorstellen - doch dieser Termin ist nach Informationen des Remscheider General-Anzeigers (RGA) im politischen Kalender wieder frei: Michael Nowack (56), bis Februar Technischer Dezernent in Meerbusch, zieht seine Bewerbung zurück.
Mit diesem Schritt - so er ihn macht - erspart der Grevenbroicher sich und der Remscheider CDU eine Verschärfung der Debatte um seine Person: Denn nach der CDU-Ankündigung, den Kandidaten rasch präsentieren zu wollen, wurde die Kritik an dieser Auswahl immer heftiger.
Sven Wiertz, Referent der Remscheider Oberbürgermeisterin, weiß um die Verpflichtung des letzten Arbeitgebers, die Pension eines Wahlbeamten zu tragen: "Das ist das Risiko, das sich aus dem Beamtenrecht für den Dienstherrn ergibt." Schon aus diesem Grund war Nowack bei der WiR von Anfang an aus dem Rennen. Bleibt es dabei, wird die Stadt Meerbusch in der Pflicht bleiben.
Die Remscheider Unternehmerschaft war vom Kandidaten nicht angetan. "Er hat kein Verhältnis zur Wirtschaft, wir müssen diese Stadt aber voran bringen", betont Erbschloe-Geschäftsführer Klaus-W. Kühn.
CDU-Fraktionschef Humpert war von der allgemeinen Kritik sichtlich überrascht: "Das entspricht nicht dem, was wir erfahren haben." Er muss sich nun nach RGA-Informationen trotzdem auf die Suche nach neuen Bewerbern machen.