Meerbusch: Gleichstellungsbeauftragte - „Probleme erkennen, bevor sie überhaupt entstehen“
Brigitte Schmitz tritt die Nachfolge von Ingeborg Heinze an.
Meerbusch. Ab kommender Woche hat die Stadt eine neue Gleichstellungsbeauftragte. Brigitte Schmitz wird Nachfolgerin von Ingeborg Heinze als Verantwortliche für die Gleichbehandlung von Männern und Frauen. Schmitz konnte sich verwaltungsintern gegen sieben weitere Kandidatinnen durchsetzen.
Schmitz, die am 1. April ihr 25-jähriges Dienstjubiläum bei der Stadt feierte, begrüßt die Verschmelzung ihrer neuen Tätigkeit mit dem angestammten Aufgabengebiet. "Ich freue mich sehr, dass ich die Stelle bekommen habe", erklärt die Beamtin, "thematisch weisen beide Bereiche zahlreiche Parallelen auf und ergänzen sich so".
Schwerpunkte ihrer künftigen Arbeit sieht Schmitz unter anderem beim Thema Gewalt in Familien, dem sexuellen Missbrauch und der zunehmenden Aggressivität unter Mädchen. Diese Themen seien häufig Folgen "unserer schnelllebigen Zeit. Der gesellschaftliche Wandel zeichnet sich deutlich ab", betont Schmitz, dass nicht zuletzt an der Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie - für Frauen wie auch für Männer - gearbeitet werden müsse.
Die ersten Themen, mit denen sich Schmitz beschäftigen möchte, sind Personal- und Tarifrecht sowie Öffentlichkeitsarbeit. Der Aufgabe, "vertrauensvolle Ansprechpartnerin, vor allem für Frauen, zu sein und Probleme zu erkennen, bevor sie überhaupt entstehen", sieht sie jedenfalls begeistert entgegen.